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1105
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Bereits im Mainzer Urkundenbuch vom 11.11.1105 (Staatsarchiv Hannover Cal. Or. Des 100 Katlenburg Nr.1) als „Toteshour“ erwähnt, ist Todtshorn die Ansiedlung auf dem Höhenzug „Todt“. Heute weithin bekannt, liegt Todtshorn auf einer Grundmoränenerhöhung mit 20m Höhendifferenz, deren weiterer Verlauf nach Tostedt-Dohren führt. Hier gründen sich zu jener Zeit zwei Höfe mit einer Größe von 400 Morgen, in teilweise guter, so wie wenig guter Geestlandschaft. Die Andeutung, Todtshorn sei „steinreich“ bezieht sich eindeutig auf die Bodenverhältnisse. Die erdgeschichtliche Entwicklung ließ größere Steine (Findlinge) zurück, während die feineren Steine in die Erde gespült wurden.
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Übersetzter Auszug aus der Urkunde
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1497
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Todtshorn wird in seiner Entfernung zu Tostedt als: „thom ngern Totshorn“ – Klein Todtshorn- und „thom fernen Totshorn“ – Groß Todtshorn – genannt.
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1665
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„Tatzhorner“ (um 1593 wird auch „Daßhorn“ verwand) leisten ihre Abgaben an die Gutsherren in Holm und Fachenfelde (bei Stelle). Einige Taler sind jährlich neben Naturalien zu erbringen; zusätzlich einen Tag in der Woche Spanndienste beim Gutsherren.

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Kaisers Kate/Scheune ca. 1770
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1823
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In Groß und Klein Todtshorn stehen 18 Häuser und leben 100 Personen
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1867
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Die bäuerliche Untertänigkeit ist abgeschafft, in diesem Jahr auch für Todtshorn. Die Loslösung muß in Bargeld im voraus an den Gutsbesitzer geleistet werden, wozu die Landeskreditanstalt in Hannover Kredit gewährt.
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1894
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Neben bekannten Bauern zu jener Zeit - Henken Nr.1; Harms Nr. 2; Hansen Nr.3; Kauers Nr. 4; Höps Nr. 5 – kommen in dieser Zeit Schröder, Rinkel, Elling, Baden, Hansen (Klein Todtshorn) hinzu.
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1900
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Der Drang des Menschen, die Heimat kennenzulernen, wird größer. Gebiete des heutigen Naturschutzparkes um Wilsede, aber auch Flecken wie das „Otterer Heidmoor“, werden Ziele für heimatverbundene Bürger.
In Todtshorn stehen inzwischen 27 Häuser mit 153 Bewohnern.
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1910
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81 Morgen Heidefläche werden vom „Menkenhof“ in Otter verkauft. Die neuen Eigentümer dieser Wüstenei sind die Jugendfreunde Jungnitsch und Scheel. Es entsteht das erste Haus.
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1913
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Familie Spietz erwirbt von Scheel eine Heidefläche und besiedelt als erste das „Otterer Moor“. In der Folge als Ottermoor bekannt.
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Das Wochenendhaus der Familie Spietz, rechts der kleine Steppke Hans
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1914
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Die Todtshorner Gemeindeverwaltung hat beschlossen sich mit Strom beliefern zu lassen.
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1922
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Für 132.000 Mark werden von der Interessengruppe Möckel, Gellert, Bode und anderen, 72 Morgen Heideland von Jungnitsch und Scheel gekauft. Das Heideland dieser Siedler wird umgebrochen, per Hand versteht sich.
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1923
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Inflation: 1$ ist 4,2 Billionen Mark wert.
Todtshorn sammelt zu Gunsten der „Ruhrhilfe“ 142 Zentner Kartoffeln.
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1928
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Familie Farclas siedelt in Ottermoor an und baut eine Hühnerfarm auf.
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1929
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Familie Pieper siedelt als Kleinbauer in Ottermoor an.
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1931
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Ein Wahrzeichen für das ganze Gebiet ist die gewaltige Buche auf dem Todthorner Berg. Sie wird nach Tilly, aber auch nach Napoleon benannt. Mit ihren zwei mächtigen Stämmen hat sie Jahrhunderte überlebt. Wird der eine Stamm in diesem Jahr vom Sturm zerstört, fällt der andere einem Feuer zum Opfer.
Der Heimatdichter Friedrich von Freudenthal hat sie in dem Gedicht „ Die Buche von Todtshorn“ verewigt.
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1935
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Weitere Ansiedlungen in Ottermmor. Es werden auch schon die ersten Feriengäste beherbergt.
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1939
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Todtshorn hat 156 Einwohner. Beginn des zweiten Weltkrieges
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1945
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Unterkünfte sind für Flüchtlinge und Ausgebombte bereitzustellen.
In den Vorkriegsjahren ist bereits ein Munitionslager im Wald bei Ottermoor/Todtshorn angelegt worden. Explosion einer der dortigen Baracken. Zwei Wachmänner kommen ums Leben.
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1948
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Währungsreform.
Im Gasthaus „Zur alten Buche“ bei Berta und Willi Busch werden für jeden Bürger aus Todtshorn 40,00 DM ausgezahlt.
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1949
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Auf dem Todtshorner Berg (79m über dem Meeresspielgel) wird mit der Friedrich-Freudenthal-Stiftung, den Dorfbewohnern und Vertretern des öffentlichen Lebens, eine von der Familie Willenbockel gestiftete Buche, gepflanzt.
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1950
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Ottermoor erhält für 8000,00 DM elektrisches Licht.
Todtshron hat durch die Wirren des Krieges 286 Einwohner.
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1951
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Willi Riebau tritt aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Bürgermeisters zurück. Sein Nachfolger wird Willi Busch.
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1956
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Todtshorn hat 199 Einwohner. In der Schule werden 27 Kinder unterrichtet.
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1957
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Die Straße von Kamperlin nach Todtshorn wird asphaltiert. Die Gemeinde Todtshron nimmt dafür einen Kredit von 27000,00 DM auf.
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1958
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Stubben werden gerodet, Pflüge brechen die Heide um und zwei landwirtschaftliche Betriebe siedeln in Ottermoor. Erich Gruel und Heinrich von Bünau (ca. 1960)
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1964
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Den Kamper Smed Hans-Georg Prigge zieht es nach Todtshorn. Bekannt sind seine Erzählungen von Alarichs Tod und die Schlacht bei Tannenberg
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1969
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Im Alter von 86 Jahren verstirbt Claus Willmann. Der Schäfer mit seiner Herde ist damit für immer Vergangenheit.

Claus Willmann mit seiner Schwiegertochter und der verkleinerten Schafherde

Familie Willmann: Drei Generationen im Einsatz
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1970
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Der letzte Milchkutscher H.-G.-Prigge liefert das letzte Mal Milch mit dem traktor zur Molkerei nach Tostedt. Ab jetzt wird die Milch abgeholt.
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1972
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Gebiets- und Verwaltungsreform in Niedersachsen.
Die Samtgemeinde Tostedt wird beschlossen. Die politisch eigenständige Gemeinde Todtshorn wird durch Beschluß des Gemeinderates der Gemeinde Otter zugeordnet.
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1980
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Mit Hein Rinkel stirbt die Milchkutscher-Ära aus, die von 1927 – 1969 währte. Für viele Bürger war der Lanz-Bulldog, später Ritscher Geschütz, Taxen und Botendienst zugleich.
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Die neue Buche mit Findling 1984 von der Dorfjugend gepflanzt
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1993
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888 Todtshorn.
Wir feiern: Vatertag; Gottesdienst der Kirchengemeinde Heidenau, Tostedt, Handeloh; das 15 jährige Jubiläum des Posaunenchores Handeloh; Kreisposaunenfest
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Bild > mit Heinrich Hellmann
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Dieses sind Auszüge aus der Festschrift zum 50 jährigen Jubiläum der FF Todtshorn 1986.
Die detallierte Chronik der Dörfer Kampen, Welle und Todtshorn im Buch.
PD-Verlag ISBN Nr. 3-930737-59-0
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